Sonderkundenumlage nach §19 (2) StromNEV

Am 01.01.2012 wurde zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland die Sonderkundenumlage nach §19 (2) StromNEV eingeführt.

Aufgrund einer Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) kam es auch zu einer Änderung des § 19 Absatz 2 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV). Hier wird unter anderem vorgesehen, dass energieintensive Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als 10.000.000 kWh und einer Vollbenutzungsstundenanzahl von 7.000 (ein Jahr hat 8.760 Stunden) von den Netzentgelten befreit werden. Diese Entlastung der Größtkunden wirkt sich nun auf alle anderen Verbraucher aus, die diese Kosten zu einem gewissen Anteil tragen müssen.

Die Höhe der Abgabe ändert sich jährlich und die gesetzliche Umsatzsteuer in Höhe von 19% kommt noch hinzu.

Jahr     

 §19 (2)-Umlage in ct/kWh
(für LV Gruppe A)

 2012

 0,151

 2013   

 0,329

 2014

 0,092

 2015

 0,237

 2016

 0,378

 2017

 0,388

 2018

 0,370

 2019

 0,305

Letztverbrauchergruppe (LV) A:
Strommengen von Letztverbrauchern für die jeweils ersten 100.000 kWh je Abnahmestelle

Letztverbrauchergruppe (LV) B:
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 100.000 kWh übersteigt, zahlen zusätzlich für über 100.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale § 19 StromNEV-Umlage von 0,05 ct/kWh

Letztverbrauchergruppe (LV) C:
Letztverbraucher, die dem produzierenden Gewerbe, dem schienengebundenen Verkehr oder der Eisenbahninfrastruktur zuzuordnen sind und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr vier Prozent des Umsatzes überstiegen haben, zahlen für über 100.000 kWh hinausgehende Strombezüge maximal 0,025 ct/kWh

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