Fernwärme – Klimaschonend heizen

Unsere zertifizierten Fernwärmenetze

Objekt Dreiangel
Primärenergiefaktor 0,00
Zertifikatsgültigkeit Mai 2014 – 2024
Erdgas 36,1 %
Biomethan 63,9%
Fernwärme aus Biogas
Biogas
CO2 128 g/kWh

Bescheinigung Primärenergiefaktor Dreiangel

Objekt Hallenbad / Innenstadt Schanzenbarg Möhlenbecker Weg
Primärenergiefaktor 0,15 0,00 0,48
Zertifikatsgültigkeit April 2014 – 2024 April 2014 – 2024 April 2014 – 2024
Erdgas 68,3 % 49,9 % 10,9 %
Biomethan 31,7% 19,5 %
Fernwärme aus Biogas 30,6 % 89,1 %
Biogas
CO2 186 g/kWh 140 g/kWh 29 g/kWh

Fernwärmekarte Bad Oldesloe

Bescheinigung Primärenergiefaktor Hallenbad / Innenstadt

Bescheinigung Primärenergiefaktor Schanzenbarg

Bescheinigung Primärenergiefaktor Möhlenbecker Weg

Objekt Schulberg
Primärenergiefaktor 0,00
Zertifikatsgültigkeit April 2014 – 2027
Erdgas 52,6 %
Biomethan
Fernwärme aus Biogas
Biogas 47,4 %
CO2 121 g/kWh

Bescheinigung Primärenergiefaktor Schulberg

Energieträger Primärenergiefaktor
Heizöl 1,1
Erdgas / Flüssiggas 1,1
Steinkohle 1,1
Braunkohle 1,2
Strom 2,4

Weiterführende Informationen:
Wärmenetzkarte Schleswig-Holstein

Unsere Blockheizkraftwerke

Unsere Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen dezentral Fernwärme und Strom. 
Sie arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Grundsätzlich bestehen BHKWs aus einem Verbrennungsmotor, der einen nachgeschalteten Generator antreibt. Dieser erzeugt Strom, während das aufgeheizte Kühlwasser und die Abgaswärme zu Heizzwecken genutzt werden. Um auch eine hohe Wärmenachfrage abdecken zu können, beinhalten viele BHKW einen zusätzlichen Heizkessel.

Die BHKW werden (wenn möglich) mit einem Pufferspeicher betrieben und über eine speicherprogrammierbare Steuerung überwacht. Sie laufen je nach Wärmebedarf in ihrer Umgebung (wärmegeführte Fahrweise). Gerade diese Fahrweise ist besonders umweltfreundlich, da die gesamte erzeugte Wärme genutzt wird.

Einbau des 52 m² Wärmespeichers –
Blockheizkraftwerk Dreiangel in Ratzeburg

Unsere Fernwärmepreise

Die Preise für Wärmelieferung der Vereinigte Stadtwerke GmbH setzen sich aus vier Preisbestandteilen zusammen:

  1. Verbrauchsabhängiger Arbeitspreis in Ct/kWh
  2. Leistungsabhängiger Grundpreis für die zur Verfügung gestellte Heizwassermenge in €/l/h/Jahr
  3. Verrechnungspreis für Zählerstellung, Ablesung und Abrechnung in €/Jahr
  4. Gesetzlich vorgeschriebener und verbrauchsabhängiger CO2-Preis in Ct/kWh
Preisliste

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Mit Fernwärme können Eigentümer und Bauherren beim Hausbau und Sanierungsmaßnahmen sparen

Die europäischen Richtlinien der Energieeinsparverordnungen von 2010 und 2018 verlangen, dass ab 2021 nur noch NiedrigstenergieNeubauten errichtet werden. Daher hat der Bund die Energie-Vorgaben für Neubau und Bestand im neuen GebäudeEnergieGesetz (GEG) vereint, welches die bisherigen Energie-Regeln ablöst. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zum GEG hier zusammengeführt.

Das GEG ist am 1. November 2020 in Kraft getreten und löst folgende bisherige Energieregeln für Gebäude ab:

  • Energieeinsparungsgesetz (EnEG 2013)
  • Energieeinsparverordnung (EnEV 2014, ab 2016 erhöhter Neubau-Standard)
  • Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011)

Das neue GEG enthält Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, die Erstellung und die Verwendung von Energieausweisen sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden. Durch das GEG werden EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem modernen Gesetz zusammengeführt.

Die europäischen Vorgaben zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurden vollständig umgesetzt und die Regelung des Niedrigstenergiegebäudes in das vereinheitlichte Energieeinsparrecht integriert. Das aktuelle energetische Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierung wurde nicht verschärft. Weitere Steigerungen der Bau- und Wohnkosten sollen vermieden werden. Entsprechend dem Klimaschutzprogramm 2030 und dessen Maßgaben wurde in das GEG eine Klausel zur Überprüfung der energetischen Anforderungen an Neubau und Gebäudebestand im Jahr 2023 aufgenommen.

  • Mit dem neuen GEG wurde ein neues gleichwertiges Verfahren zum Nachweis der Einhaltung der energetischen Anforderungen bei der Errichtung von Wohngebäuden eingeführt.
  • Die beim Neubau bestehende Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien kann künftig auch durch die Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien erfüllt werden.
  • Flexibilisierungsoptionen bei der Erfüllung des energetischen Neubaustandards sind ab sofort möglich. Diese betreffen insbesondere die Anrechnungsmöglichkeiten von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien sowie von gasförmiger Biomasse bei der energetischen Bilanzierung.
  • Eine weitere Neuerung ist die Einführung einer befristeten Innovationsklausel. Diese ermöglicht jeweils in Einzelfällen zweierlei:
  1. Zum einen wird es bis Ende 2023 möglich sein, durch eine Befreiung durch die zuständige Behörde, die nach dem GEG erforderlichen Anforderungen anstelle über die Hauptanforderung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs über ein auf die Begrenzung der Treibhausgasemissionen ausgerichtetes System und den zulässigen Jahres-Endenergiebedarf nachzuweisen, soweit die Gleichwertigkeit der Anforderungen gegeben ist.
  2. Zum zweiten wird es bis Ende 2025 ermöglicht, bei Änderungen von bestehenden Gebäuden die Einhaltung der Anforderungen über eine gemeinsame Erfüllung im Quartier, also eine Gebäudemehrheit, sicherzustellen. Diese Regelung sowie die Möglichkeit von Vereinbarungen über eine gemeinsame Wärmeversorgung im Quartier dienen der Stärkung von quartiersbezogenen Konzepten.
  • Die sich aus dem Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch ergebenden Kohlendioxidemissionen eines Gebäudes müssen künftig in Energieausweisen angegeben werden. Damit enthält ein Energieausweis zusätzliche Informationen, die die Klimawirkung berücksichtigen.
  • Eine wichtige Neuerung ist eine Regelung zur Einschränkung des Einbaus neuer Ölheizungen ab dem Jahr 2026 nach den Maßgaben in den Eckpunkten für das Klimaschutzprogramm 2030. Diese Regelung gilt ab 2026 gleichermaßen für den Einbau von neuen, mit festen fossilen Brennstoffen beschickten Heizkesseln (Kohleheizungen).
  • Ebenfalls gemäß den Maßgaben im Klimaschutzprogramm 2030 wurde in den Fällen des Verkaufs und bei bestimmten größeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern eine obligatorische energetische Beratung des Käufers bzw. Eigentümers verankert.
  • Die bei der Berechnung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs zu verwendenden Primärenergiefaktoren werden ab sofort direkt im GEG geregelt. Dies erhöht die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Primärenergiefaktoren für Bauherren und Eigentümer.

Alle Neubauten, die unter das GEG fallen, werden grundsätzlich als „Niedrigstenergiegebäude“ geplant und errichtet. Folgende Anforderungen muss ein neues Wohngebäude nach GEG erfüllen:

  • Jahres-Primärenergiebedarf: Der berechnete Wert für die Anlagentechnik, bezogen auf die Gebäudenutzfläche, darf nicht höher sein als 75 Prozent (%) des Jahres-Primärenergiebedarfs des entsprechenden Referenzgebäudes.
  • Wärmeschutz: Der Wärmeverlust durch die Gebäudehülle darf nicht größer sein, als der Wert des entsprechenden Referenzgebäudes.
  • Wärmebrücken: Die Wärmeverluste durch Anschlüsse in der Gebäudehülle müssen so gering wie möglich sein, jedoch wirtschaftlich vertretbar und ihr Einfluss wird auch in der Energiebilanz rechnerisch berücksichtigt.
  • Dichtheit: Die Gebäudehülle muss dauerhaft luftundurchlässig und abgedichtet sein, jedoch einen Mindestluftwechsel für die Nutzer und Heizung erlauben. Die Dichtheit kann ggf. geprüft und in der Bilanz berücksichtigt werden.
  • Hitzeschutz: Der sommerliche Wärmeschutz muss gewährleisten, dass es im Gebäude in den heißen Jahreszeiten nicht zu heiß wird. Dafür wird der entsprechende rechnerische Nachweis nach der normierten Methode geführt.

Das Gesetz sieht verschiedene Nachrüstpflichten im Bestand vor. Auch bei Sanierung, Anbau oder Ausbau greifen die Anforderungen des GEG.

Wer über 10 Prozent der gesamten Fläche einer Außenbauteilgruppe eines Bestandsgebäudes – Außenwand, Fenster, Türen, Dach, Decken – verändert, darf die energetische Qualität des Gebäudes nicht verschlechtern. Gleiches gilt auch, wenn eine technische Anlage verändert wird, wenn sie im Nachweis nach den bundesweiten, energiesparrechtlichen Vorschriften zu berücksichtigen war.

  • Die oberste Geschossdecke oder Dach muss man normgerecht dämmen.
  • Für die Dämmung in Deckenzwischenräumen gelten Sonderkonditionen.
  • Wenn Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhaueses am 1. Februar 2002 selbst im Haus wohnten, greift diese Pflicht erst nach dem ersten Eigentümerwechsel und muss innerhalb von zwei Jahren erfüllt werden.
  • Ungedämmte, zugängliche Leitungen für Heizung und Warmwasser, die durch unbeheizte Räume führen, müssen gedämmt werden.
    All diese Pflichten entfallen, wenn sich die Nachrüstung nicht „rechnet“, d.h. sich nicht innerhalb einer angemessenen Frist durch Energieeinsparungen amortisiert.
  • Öl- und Gasheizkessel (flüssiger oder gasförmiger Brennstoff), vor 1991 eingebaut oder aufgestellt, darf man nicht mehr betreiben. Später installierte Heizkessel dieser Art darf man nach 30 Jahren nicht mehr betreiben.
  • Ab 2026 darf man Kessel, die mit Heizöl oder festem fossilen Brennstoff – beispielsweise Kohle – beschickt werden – nur neu einbauen oder installieren, wenn eine der Sonderbedingungen nach GEG § 72, Absatz (4) zutrifft. Unter besonderen Umständen kann diese Regelung auch umgangen werden, wenn der Aufwand zu einer unbilligen Härte führen würde.

Die bei der Berechnung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs zu verwendenden Primärenergiefaktoren werden ab sofort direkt im GEG geregelt. Der Primärenergiefaktor geht beim Neubau und bei der Sanierung eines Gebäudes mit in die Berechnungen d