Netzanschluss von Erzeugungsanlagen

Dezentrale Erzeugung Strom

Wir möchten Ihnen den Anschluss und die Inbetriebnahme Ihrer Anlage an unser Netz schnell und unkompliziert ermöglichen. Dazu finden Sie auf dieser Seite den Ablauf zur Anmeldung, zum Anschluss und zur Inbetriebnahme Ihrer EEG- oder KWK-Anlage, sowie die zur Anmeldung und zur Inbetriebnahme erforderlichen Formulare.

Sollten Sie Interesse an der Errichtung einer steckerfertigen PV-Anlage (sogenannte „Balkonanlagen“) haben, beachten Sie bitte das diese nicht einfach in jede Steckdose eingesteckt werden dürfen. Leider behaupten derzeit viele Hersteller und Händler das diese Anlagen in jede normale Haushaltssteckdose eingesteckt werden können. Diese Aussagen sind leider falsch.

Wichtige Informationen zum Anschluss solcher Anlagen finden Sie auf der Homepage des VDE: https://www.vde.com/de/fnn/arbeitsgebiete/tar/tar-niederspannung/erzeugungsanlagen-steckdose

Anmeldung einer Erzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von weniger als 135 kW
(Anmeldung gemäß VDE-AR-N 4105:2018-11)

Für den Anschluss einer Erzeugungsanlage sind die unten aufgeführten Dokumente vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Auch wesentlichen Änderungen einer Bestandsanlage sind im Rahmen dieses Anmeldeprozesses dem Netzbetreiber mitzuteilen.

Soweit es möglich ist, stellen wir Ihnen Vordrucke zur Verfügung. Diese Vordrucke sind inhaltlich mit den Vordrucken der VDE-AR-N 4105 identisch.

Zunächst melden Sie bitte Ihre geplante Erzeugungsanlage bei uns an. Für die Anmeldung sind folgende Unterlagen möglichst frühzeitig bei uns einzureichen:

  • Anmeldung zum Netzanschluss oder E.1
  • Lageplan (Katasterauszug) des Grundstücks mit eingezeichnetem Standort der Erzeugungsanlage in geeignetem Maßstab
  • Je Erzeugungseinheit: Herstellerdatenblatt oder E.2
  • Je Speicher: Herstellerdatenblatt oder E.3
  • Je Erzeugungseinheit und je Speicher: Einheitenzertifikat (E.4) und ggf. Prüfbericht (E.5)
  • Beschreibung der Schutzeinrichtungen und Zertifikat für den NA-Schutz (E.6)
  • Sofern erforderlich: Zertifikat für die Leistungsflussüberwachung
  • Übersichtsschaltplan der gesamten Erzeugungsanlage und/oder Speicher inklusive vorhandener Anlagen, Mess- uns Schutzeinrichtungen und Anordnung der Zählerplätze
  • Mess- und Abrechnungskonzept V.4
  • Abrechnung und Vergütung V.2

Über den Eingang des Antrages zum Anschluss Ihrer Erzeugungsanlage erhalten Sie von uns eine Bestätigung. Liegen alle erforderlichen Unterlagen vor, prüfen wir, ob die angemeldete Anlage alle geltenden technischen Bestimmungen einhält.

Nach erfolgreicher Anschlussprüfung erhalten Sie eine Anschlussgenehmigung.

Der von Ihnen beauftragte eingetragene Elektroinstallateur kann nach erfolgter Anschlussgenehmigung die Anlage herstellen. Nach Fertigstellung der Installationsarbeiten ist durch den Elektroinstallateur die Inbetriebsetzung zu beantragen.

Der Auftrag zur Zählersetzung erfolgt mit dem nachfolgenden Formular:

  • Inbetriebsetzung V.1

Ein Mitarbeiter der Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH montiert den beziehungsweise die Zähler an einem bereits fertig errichteten Zählerplatz, der den jeweils gültigen technischen Mindestanforderungen entspricht.

Anschließend kann die Inbetriebnahme durch den Anlagenerrichter erfolgen. Die Inbetriebnahme einer Eigenerzeugungsanlage protokollieren Sie bitte mit dem entsprechenden Formular:

  • Inbetriebsetzungsprotokoll E.8

Bitte reichen Sie nach erfolgreicher Inbetriebnahme schnellstmöglich folgende, vollständig ausgefüllte Unterlagen ein:

  • Inbetriebsetzungsprotokoll E.8
  • SEPA-Lastschriftmandat V.3
  • Anmeldebestätigung Marktstammdatenregister

Wenn alle Unterlagen vorliegen, können wir die erzeugte und/oder eingespeiste Energie, gemäß den jeweiligen Gesetzesgrundlagen, vergüten.

Anmeldung einer Erzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von mehr als 135 kW
(Anmeldung gemäß VDE-AR-N 4110:2018-11)

Für die Anmeldung einer Erzeugungsanlage sind die unten aufgeführten Dokumente vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Auch wesentlichen Änderungen einer Bestandsanlage sind im Rahmen dieses Anmeldeprozesses dem Netzbetreiber mitzuteilen.

Soweit es möglich ist, stellen wir Ihnen Vordrucke zur Verfügung. Diese Vordrucke sind inhaltlich mit den Vordrucken der VDE-AR-N 4110 identisch.

  • Antragstellung E.1
  • Lageplan (Katasterauszug) des Grundstücks mit eingezeichnetem Standort der Erzeugungsanlage sowie mögliche Standorte für Trafo-/Übergabestationen oder Anschlussschränke in geeignetem Maßstab
  • Bei Bezugsanlagen: Datenblatt zur Beurteilung von Netzrückwirkungen E.2
  • Datenblatt Erzeugungsanlage/Speicher E.8
  • Einheiten und ggf. Komponentenzertifikate einschließlich der jeweiligen Auszüge aus den Prüfberichten (E.13 und E.14)

Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an folgenden Mitarbeiter:

Christian Claussen
Tel.: 04541 807-235
Fax.: 04541 807-77-235
E-Mail: netzvertrieb@vereinigte-stadtwerke.de

Dezentrale Erzeugung Biogas

Die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) regelt die Einspeisung von auf Erdgasqualität aufbereitetem Biogas in Erdgasnetze. Darüber hinaus gelten die Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV).

Ein Anschluss an das Gasnetz erfolgt über folgende Schritte:

Zum Anschluss einer Biogasmethananlage an das Gasnetz der Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH senden Sie uns bitte das vollständig ausgefüllte Antragsformular „Netzanschlussbegehren Biomethan“  zu. Folgende Angaben sind für die Prüfung des Netzanschlussbegehrens gemäß § 33 Abs. 3 der GasNZV erforderlich:

  • Name und Adresse des Betreibers der Biogasanlage
  • Postalische Anschrift der Biogasanlage oder Gemarkungs- und Flurstückangabe
  • Lageplan mit Einzeichnung der Biogasanlage und des Übergabepunktes des aufbereiteten Biogases
  • Normaler, minimaler und maximaler stündlicher Biogas-Einspeisevolumenstrom in m³/h (im Normzustand)
  • Normaler, minimaler und maximaler Gasdruck am Übergabepunkt in bar (ü)
  • Erzeugungs- und Aufbereitungstechnologie sowie die eingesetzten Substrate für das auf Erdgasqualität aufzubereitende Biogas am Übergabepunkt

Nach Eingang des Netzanschlussbegehrens inkl. der vollständigen Unterlagen in unserem Hause werden wir Sie innerhalb von zwei Wochen darüber informieren, welche Prüfungen zur Vorbereitung einer Entscheidung über das Netzanschlussbegehren notwendig sind und welche erforderlichen Kosten diese Prüfungen verursachen werden. Ggf. werden wir für die Durchführung  der  Prüfung  zusätzlich  erforderliche Informationen  vollständig  innerhalb  einer Woche nach Eingang des Netzanschlussbegehrens anfordern.

Nach § 33 Abs. 4-5 GasNZV trägt der Anschlussnehmer die Kosten der Prüfung und leistet eine Anzahlung in Höhe von 25 % des Gesamtbetrages vor Prüfungsbeginn. Die Kosten für die Prüfung des Netzanschlussbegehrens betragen (exkl. der Kosten für etwaig weitere einzubeziehende Netzbetreiber) pauschal 1.500 €.

Unverzüglich, jedoch spätestens 3 Monate nach Vorliegen der Anzahlung in Höhe von 25 % der Prüfungskosten und aller erforderlichen Informationen teilen wir Ihnen das Ergebnis der Prüfung mit. Mit dem Eingang der Mitteilung des Prüfergebnisses beim Ihnen wird der ausstehende Restbetrag in Höhe des Kostenanteils gemäß §33 Abs. 4-5 GasNZV in Rechnung gestellt.

Die Prüfung des Netzanschlussbegehrens liefert dem Anschlussnehmer folgende Informationen:

  • generelle Aussage darüber, ob eine Einspeisung in das Gasleitungssystem der Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH in dem vom Anschlussnehmer geplanten Bereich möglich ist
  • Lage des möglichen Netzanschlusses (Einspeisepunkt) am Gasleitungssystem der Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH
  • Druckstufe der Transportleitungssystems
  • Gasart im Gasleitungssystem
  • grobe Abschätzung der Länge der Anschlussleitung/ der Verbindungsleitung

Im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses erhalten Sie innerhalb von 3 Monaten ein verbindliches Vertragsangebot.

Auf Basis des § 33 Abs. 6 und 7 der GasNZV wird nach Prüfung ein Netzanschlussvertrag zwischen dem Anschlussnehmer und Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH abgeschlossen. Dies ist Voraussetzung für die Errichtung des Netzanschlusses.

Die Wirksamkeit des Netzanschlussvertrags steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass innerhalb von 18 Monaten mit dem Bau der Anlage begonnen wird. Zeiträume, in denen der Anschlussnehmer ohne sein Verschulden gehindert ist, mit dem Bau der Anlage zu beginnen, werden nicht eingerechnet.

Unverzüglich nach Abschluss des Netzanschlussvertrages erfolgt die Planung des Netzanschlusses unter Zusammenarbeit mit dem Anschlussnehmer. Zum Zwecke der Netzanschlusserstellung wird zusammen mit dem Netzanschlussvertrag zwischen der Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH und dem Anschlussnehmer ein Realisierungsfahrplan nach § 33 Abs. GasNZV vereinbart.

Betreiber von Gasversorgungsnetzen sind verpflichtet, unter Berücksichtigung der nach § 17 festgelegten Bedingungen für den Netzanschluss von LNG-Anlagen, dezentralen Erzeugungsanlagen und Speicheranlagen, von anderen Fernleitungs- oder Gasverteilernetzen und von Direktleitungen technische Mindestanforderungen an die Auslegung und den Betrieb festzulegen und im Internet zu veröffentlichen.